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Spielerdaten im Online-Casino: Speicherung und Datenschutz

Online-Casinos verarbeiten eine große Menge persönlicher Daten. Neben Name, Adresse und Geburtsdatum werden Ausweisdokumente, Zahlungsinformationen und das vollständige Spielverhalten erfasst. Welche Daten gespeichert werden dürfen, wie lange sie aufbewahrt werden müssen und wer darauf zugreifen kann, ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Datenschutzrecht, Geldwäschegesetz und Glücksspielstaatsvertrag.

Welche Daten erhoben werden

Die Identitätsprüfung bei der Registrierung verlangt Ausweisdaten, die mit amtlichen Registern abgeglichen werden. Hinzu kommen Kontoverbindungen oder Kartendaten für Ein- und Auszahlungen. Während des Spiels protokolliert der Anbieter jede Transaktion, jeden Einsatz und jede Spielrunde. Diese Aufzeichnungen sind gesetzlich vorgeschrieben, da sie Grundlage für Steuerberechnung, Streitfälle und aufsichtsrechtliche Kontrollen sind.

Zusätzlich werten Anbieter das Spielverhalten aus, um gefährdete Spieler zu erkennen. Diese Auswertung ist Teil des vorgeschriebenen Spielerschutzes und darf nicht zu Werbezwecken genutzt werden.

Weitergabe an zentrale Systeme

Bestimmte Daten werden an die zentralen Kontrollsysteme übermittelt. Das Sperrsystem erhält Identitätsdaten zum Abgleich, das Limit- und Aktivitätssystem die Einzahlungsbeträge und den Anmeldestatus. Die Übermittlung erfolgt pseudonymisiert, sodass die zentralen Stellen keinen Einblick in das konkrete Spielverhalten erhalten. Welche Spiele ein Nutzer spielt und wie viel er gewinnt oder verliert, bleibt beim Anbieter.

Aufbewahrung und Löschung

Das Geldwäschegesetz verpflichtet Anbieter, Identifizierungsunterlagen und Transaktionsdaten mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Steuerliche Vorschriften können längere Fristen vorsehen. Eine Löschung auf Wunsch des Spielers ist daher innerhalb dieser Fristen nicht möglich, auch nicht nach Schließung des Kontos. Nach Ablauf müssen die Daten gelöscht werden, sofern keine andere Rechtsgrundlage eine weitere Speicherung erlaubt.

Spieler haben das Recht, Auskunft über die gespeicherten Daten zu verlangen. Lizenzierte Anbieter müssen dieser Anfrage innerhalb eines Monats nachkommen und die Daten in verständlicher Form bereitstellen. Bei Verstößen sind die Datenschutzbehörden der Länder zuständig, die unabhängig von der Glücksspielaufsicht tätig werden und eigene Bußgelder verhängen können.